„Garden Villa“ in Talalla ab dem 04. März

Seit zwei Tagen sind wir in der nächsten Unterkunft (Garden Villa in Talalla) angekommen. Die Gastgeberin „Gaby“ ist ebenfalls deutsch und wir haben die komplette Anlage ganz für uns alleine, da aktuell keine anderen Gäste hier sind. Außer uns und Gaby gibt es noch einen Manager, einen eigenen Koch, eine Servicekraft und einen eigenen Security-Mitarbeiter. Wir haben hier natürlich wieder Motorräder gemietet um die Umgebung zu erkunden. Seit kurzem dürfen Sie überhaupt erst wieder öffnen, da während der Corona Pandemie nur zertifizierte Hotels mit ausreichend Platz Touristen beherbergen durften. Tatsächlich kam die Polizei hier regelmäßig vorbei um zu kontrollieren, dass auch wirklich keine Gäste hier sind. Apropos Polizei -> Gaby hat in Ihrem bunten & grünen Garten relativ viele und große Wasserkübel mit Wasserpflanzen verteilt. Hier kommt ebenfalls die Polizei vorbei und kontrolliert, dass genügend kleine Fische darin ausgesetzt werden um die Mückenlarven zu fressen – das ist hier nämlich Pflicht! Wir werden hier zum Sonnenuntergang nämlich regelrecht von den Moskitos „überfallen“ – zum Glück haben wir eine große Tube Fenistil mitgenommen. Wie wir in den letzten Tagen gemerkt haben, spitzt sich die Energie- und Kraftstoffversorgung hier im ganzen Land zu. Diesel ist fast gar nicht mehr vorhanden und wenn eine neue Lieferung eintrifft, werden die Tankstellen regelrecht „überfallen“. Alle einheimischen fahren mit Ihren Autos und zusätzlichen Kanistern los, um möglichst viel Vorrat anzuhäufen. Dementsprechend ist auch die Verkehrslage rund um die Tankstellen herum. Es bilden sich stundenlange Staus – die Polizei ist eigentlich immer vor Ort um den Verkehr zu Regeln. Aber wirkt mit der Aufgabe eher hilflos und überfordert – es macht ja doch jeder was er will… 😀 Zum glück können wir diese Staus mit unseren Rollern meisten relativ gut umfahren. Es gibt hier im Prinzip keine Verkehrsregeln an die man sich halten muss, hier herrscht das Prinzip „der Stärkere hat Vorfahrt – Linienbusse und LKW’s stehen ganz oben und haben eigentlich immer Vorfahrt, bzw. nehmen sich die Vorfahrt einfach heraus. Der Entgegenkommende Verkehr muss dann in der Regel das Weite suchen und so gut es geht Platz machen. Gerade als Rollerfahrer hat man hier nichts zu melden und muss immer klein bei geben. Hört sich schlimmer an als es ist, wir kommen sehr gut klar, gerade auch weil die Geschwindigkeiten 40 – 50 km/h nicht überschreitet (außer die Busse und LKW – die Fahren gefühlt immer so schnell wie es nur irgendwie geht…) Den ersten Tag hier in Talalla hatten wir nur wenige Stunden Strom, da die Regierung immer wieder die Leitungen abschalten muss, da nicht das ganze Land auf einmal mit Strom versorgt werden kann. Die Regierung steckt in einer Kriese, bzw. wurden hier gerade viele Minister ausgetauscht und es herrscht Uneinigkeit über das weitere Vorgehen. Die Spritpreise sind bereits um ca. 20% angestiegen. Die Einheimischen sind natürlich alle extremst verärgert und können diese langen und andauernden „Power Cuts“ nicht nachvollziehen. Hier ein Auszug aus den lokalen Medien:

Er sagte, der Grund für die plötzliche Kraftstoffknappheit sei, dass die Verbraucher mehr als die normalen Grenzen tanken und Kraftstoff in Kanistern und Fässern lagern.

Die Regierung ergriff jedoch Maßnahmen, um ausreichende Mengen an Kraftstoff zu importieren, und begann mit der Verteilung im ganzen Land, sagte er. Schiffe mit Treibstoff seien im Land angekommen und das Entladen sei im Gange, sagte Wijesinghe.

Daher forderte der Vorsitzende die Verbraucher auf, nicht in Panik zu geraten und nicht in Warteschlangen zu stehen, um Kraftstoff zu bekommen. „Schiffe mit ausreichend Diesel, Benzin, Heizöl, Düsentreibstoff und Kerosin haben das Land erreicht.

Zwei Schiffsladungen Diesel werden derzeit entladen, zwei weitere sind am Montag und Dienstag fällig“, sagte der Vorsitzende.

Gestern waren wir am „Hiriketiya beach“ und waren echt überrascht wie viele Touristen vor Ort waren. So viele andere Touristen haben wir den ganzen Urlaub über nicht auf einmal gesehen. Der Strand war perfekt zum Surfen geeignet und das hat sich hier wohl rumgesprochen. Die Wellen in dieser Bucht waren etwas kleiner und viel ruhiger als draußen an dem offenen Meer. Natürlich hat sich Nils sofort mit Surfbrett in die Wellen begeben 🙂 P.s. die Knie sind aufgescheuert, die Handgelenke tun weh und der Sonnenbrand fehlt natürlich auch nicht 😀 Es hat sich aber gelohnt. Im Anhang findet Ihr die Fotos & Videos.

Aktuelle Temperatur: 33°C bei 88% Luftfeuchtigkeit. Gefühlt aber viel mehr!!! 🥵🥵🥵🔥🔥🔥

Unsere Reiseroute. Angekommen in Colombo, dann per Zug über Kandy nach Ella und von dort aus mit dem TukTuk nach Tangalle. Und aktuell in Talalla.

Heute hatten wir ein klassisches Sri Lankan Frühstück mit verschiedenen Currys (Fisch und Hühnchen). Dazu Reisnudeln (String Hoppers) und Roti. Alles gut gewürzt und ordentlich Scharf!
Ausblick beim Abendessen
Abschied aus der Unterkunft in Tangalle am 04. Februar
Es herrscht ja eigentlich Linksverkehr, aber auf der linken Spur kam der Verkehr komplett zum erliegen, da alle zur Tankstelle abbiegen wollten. Also geht es im Gegenverkehr für uns weiter…
Riesige Fledermäuse/Flughunde abends am Strand
Die Affen kommen regelmäßig in unserer Unterkunft vorbei 🙂

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